Das im SDAX notierte Linzer Technologieunternehmen Kontron hat einen Dienstleistungsauftrag eines europäischen Bahnbetreibers im Volumen von knapp 100 Millionen Euro angenommen und am Mittwoch öffentlich gemacht.

Der Auftrag umfasst nach Angaben des Unternehmens die jährliche Beauftragung von Wartungs- und Sicherheitsleistungen bis Ende 2035 mit einer Verlängerungsoption bis 2040. Damit baut der Konzern seine Stellung im europäischen Bahnsektor weiter aus, in dem Kontron eigenen Angaben zufolge bereits maßgeblich an missionskritischen Kommunikationssystemen beteiligt ist.

Zur Höhe und Laufzeit erklärte Kontron am Mittwoch: „Dieser Vertrag umfasst die jährliche Beauftragung von Wartungs- und Sicherheitsleistungen bis Ende 2035 mit der Option der Verlängerung bis 2040“. Über die Identität des Kunden machte das Unternehmen keine weiteren Angaben.

Die Order fällt in eine Phase, in der Kontron zugleich mit einer juristischen Auseinandersetzung im Nachgang des bundesweiten Bahnausfalls im Juni konfrontiert ist. Bei der Hauptversammlung erklärte Konzernchef Hannes Niederhauser, dass die Probleme durch einen Netzwerkknoten von Kontron ausgelöst worden seien. „Der Stillstand geschah durch einen Netzwerkknoten von Kontron, bei dem ein fehlerhafter Switch zu Problemen führte“, sagte Niederhauser.