Die Industriellenvereinigung Niederösterreich (IV NÖ) und die Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) haben am Dienstag aktuelle Konjunkturdaten für das Bundesland präsentiert, wonach die wirtschaftliche Lage der niederösterreichischen Industrie sich weiter verschlechtert hat und 42 Prozent der befragten Unternehmen mit einem Personalabbau rechnen.
Das aktuelle Konjunkturbarometer der Industriellenvereinigung Niederösterreich (IV NÖ) sank im zweiten Quartal von minus 19,8 auf minus 28,8 Punkte. Während die aktuelle Geschäftslage etwas weniger negativ beurteilt wird als zuletzt, hat sich der Ausblick auf die kommenden Monate deutlich eingetrübt. Damit liegt die Stimmung in Niederösterreich beim Auftragseingang auch unter dem Bundesschnitt.
Stimmung fällt, Aufträge stagnieren
An der Erhebung der Wirtschaftskammer Niederösterreich haben im Mai und Juni mehr als 800 niederösterreichische Unternehmen mit insgesamt über 9.500 Beschäftigten teilgenommen. Die Auswertung zeigt eine deutliche Verunsicherung: 13 Prozent der befragten Betriebe erwarten sinkende Aufträge, 59 Prozent rechnen mit einer unveränderten Orderlage. Ein Fünftel der Unternehmen – rund 20 Prozent – plant konkrete Jobkürzungen, weitere 42 Prozent gehen zumindest von einem Personalabbau aus.
