Im österreichischen Gewerbe und Handwerk hat sich die wirtschaftliche Lage im zweiten Quartal 2026 kaum verbessert; der Auftragsbestand sank im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,2 Prozent, wie die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und KMU Forschung Austria mitteilten.

Zahlen aus dem zweiten Quartal

Die Bilanz für das zweite Quartal 2026 fällt ernüchternd aus. Der Auftragsbestand im österreichischen Gewerbe und Handwerk lag mit einem Minus von 0,2 Prozent nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Manfred Denk sprach von einer wirtschaftlichen Lage, die sich „leider kaum verbessert“ habe: „Die wirtschaftliche Lage hat sich leider kaum verbessert.“ Auch das Saldo des Stimmungsbarometers liege „nach wie vor im negativen Bereich“.

Ein differenziertes Bild zeigt sich zwischen den einzelnen Branchen. Während die chemischen Gewerbe ihren Auftragsbestand um 4,7 Prozent steigern konnten und Hafner, Platten- und Fliesenleger sowie Keramiker ein Plus von 10,1 Prozent verzeichneten, brachen die Aufträge bei den Kunststoffverarbeitern mit minus 15,3 Prozent besonders stark ein. Im Bauhilfsgewerbe sank der Auftragsbestand um 14,9 Prozent, das Baugewerbe selbst konnte hingegen um 8 Prozent zulegen.