Die österreichische Regierung hat am Freitag einen Kompromiss bei Dürrehilfen und dem Klimaneutralitätsgesetz vorgestellt, den sie selbst als Meilenstein bezeichnet und der die anhaltenden Bauernproteste entschärfen soll.
Einigung nach tagelangen Protesten
Die Einigung kam nach intensiven Verhandlungen zwischen Regierung, Wirtschaftskammer und Bauernvertretern zustande. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer sprach von einem "Durchbruch", der die Interessen der heimischen Landwirtschaft und der Industrie zusammenführe. Die Industriellenvereinigung (IV) und die Landwirtschaftskammer begrüßten den Kompromiss grundsätzlich, offene Fragen blieben jedoch.
Im Zentrum steht ein Maßnahmenpaket, das sowohl unmittelbare Dürrehilfen als auch langfristige Anpassungen am Klimaneutralitätsgesetz bis 2040 vorsieht. Die Regierung reagiert damit auf die seit Tagen anhaltenden Proteste von Bäuerinnen und Bauern, die finanzielle Erleichterungen und weniger bürokratische Hürden forderten. Die Protestaktionen waren nach Angaben der Veranstalter auch für Montag angekündigt, ein Zeichen dafür, dass die Lage weiter angespannt bleibt.
