St. Pölten, 18 Juni 2026

Im Niederösterreichischen Landtag haben die Koalitionspartner ÖVP und FPÖ am Donnerstag einen Dringlichkeitsantrag gegen die SPÖ-Gesundheitslandesrätin Eva Prischl eingebracht, weil sie den Rettungsdienstvertrag seit Dezember 2025 nicht umsetze; SPÖ und Grüne stimmten gegen den Antrag.

Ausgangslage: Ein Vertrag, der nicht umgesetzt wird

Die Auseinandersetzung um die Zukunft der Notarzt-Versorgung in Niederösterreich hat am Donnerstag den Landtag in St. Pölten erreicht. In einer Dringlichkeitssitzung, die um 13:00 Uhr begann, brachten die Klubs der ÖVP und der FPÖ einen gemeinsamen Antrag ein, der sich direkt an SPÖ-Landesrätin Eva Prischl richtete. Beide Parteien werfen Prischl vor, den im Dezember 2025 unterzeichneten Rettungsdienstvertrag nicht mit Leben zu füllen. Das Vertragswerk ist 75 Millionen Euro schwer und sieht vor, die neuen Strukturen im Rettungswesen bis 1. April 2027 zu schaffen.