Neu-Delhi, 23 Juli 2026
Die indische Regierung hat der „Kakerlaken"-Bewegung CJP neue Gespräche angeboten, nachdem wochenlange Proteste in Neu-Delhi mit der Polizei eskaliert sind und mehr als zwei Millionen Studienanwärter von einem Skandal um geleakte Prüfungsunterlagen betroffen sind.
Die indische Regierung sucht den Dialog mit einer Protestbewegung, die sich selbst als „Kakerlaken-Volkspartei" (Cockroach Janta Party, CJP) bezeichnet. Minister of State Jitendra Singh sagte der Nachrichtenagentur ANI, die Regierung sei bereit, „jederzeit mit unseren jungen Freunden über alle Themen zu diskutieren". Zugleich wies er den Vorwurf zurück, es gehe der Regierung „ums Prestige".
Hintergrund: Entstehung der „Kakerlaken"-Bewegung
Die Bewegung war im Mai entstanden, nachdem ein Richter des Obersten Gerichtshofs arbeitslose junge Menschen als „Kakerlaken" bezeichnet hatte. Aus der Empörung darüber formierte sich zunächst online, später auch auf der Straße eine Protestbewegung, die sich nach eigener Darstellung als „satirische politische Bewegung" versteht. Über das Internet gewann die CJP nach eigener Darstellung schnell Millionen Anhänger.
