US-Vizepräsident JD Vance hat im Podcast 'The Joe Rogan Experience' Fehler der US-Regierung im Umgang mit den Ermittlungsakten zu Jeffrey Epstein eingeräumt und zugleich den Vorwurf einer bewussten Vertuschung zurückgewiesen.
Im Gespräch mit Joe Rogan sagte Vance, seine Regierung habe die Kommunikation rund um die Epstein-Akten 'komplett vermasselt'. Er fügte jedoch hinzu: 'Aber glaube ich, dass wir es vermasselt haben, weil wir versucht haben, etwas zu verbergen? Nein.' Die Äußerungen sind Teil einer laufenden Debatte über den Umgang der US-Regierung mit den veröffentlichten Ermittlungsunterlagen.
Vance erklärte, die Kommunikationsprobleme gingen auf Falschbehauptungen zurück, die im Vorfeld verbreitet worden seien. Als Beispiel nannte er eine frühere Aussage der damaligen Justizministerin Pam Bondi. Diese hatte erklärt, eine Kundenliste des Sexualstraftäters liege bei ihr auf dem Tisch.
Hintergrund: Der Epstein-Skandal
Die Veröffentlichung der gesetzlich vorgeschriebenen Ermittlungsakten fiel in Bonds Verantwortungsbereich. Kritiker hatten den Vorwurf erhoben, die geschwärzten Passagen in den Dokumenten schützten nicht nur Opfer, sondern auch mutmaßliche Mittäter. Dieser Vorwurf wurde von der Regierung zurückgewiesen.
Der Skandal war nach der Freigabe der Akten erneut in die Schlagzeilen geraten. US-Präsident Donald Trump hatte Pam Bondi Anfang April aus dem Amt entlassen. Hintergrund war offenbar das Bestreben der US-Regierung, den Skandal möglichst weit von Trump fernzuhalten.
