Der Microsoft-Mitgründer Bill Gates hat am Mittwoch in Washington vor einem Untersuchungsausschuss des US-Repräsentantenhauses ausgesagt und angegeben, der verstorbene Sexualstraftäter Jeffrey Epstein habe ihn mit Informationen über außereheliche Affären erpresst.
Gates erschien demnach auf Vorladung vor dem House Oversight and Government Reform Committee, das mögliche Fehler des US-Justizministeriums im Umgang mit den Fällen gegen Epstein und dessen Komplizin Ghislaine Maxwell untersucht. Die Sitzung fand hinter verschlossenen Türen statt, die Öffentlichkeit war ausgeschlossen. Das Transkript der Gates-Anhörung soll in wenigen Tagen veröffentlicht werden.
In einer Erklärung vor dem Ausschuss sagte Gates, Epstein habe versucht, ihn unter Druck zu setzen, um eine erneute Zusammenarbeit zu erzwingen. „Epstein versuchte, Informationen über meine Untreue – zusätzlich zu vielen Lügen, die er darüber legte – zu nutzen, um mich unter Druck zu setzen, wieder mit ihm zusammenzuarbeiten“, heißt es in einer Stellungnahme, die dem Ausschuss vorliegt. Gates erklärte zudem: „Ich hoffe, dass meine Aussage der wichtigen Arbeit des Ausschusses hilft, Gerechtigkeit für die Opfer zu finden.“
