Die japanische Regierung plant eine Reform des Kaiserhausgesetzes, die den Weg für die Adoption männlicher Nachfahren ehemaliger Seitenlinien freimachen soll – Frauen wie Prinzessin Aiko bleibt der Thron damit weiter verwehrt.
Die japanische Regierung will das Kaiserhausgesetz noch vor dem Ende der laufenden Parlamentssitzung am Freitag (17.7.) ändern. Ziel ist es, männliche Mitglieder ehemaliger Seitenlinien, die nach dem Zweiten Weltkrieg ihren Status verloren und als Privatpersonen gelebt hatten, in die Kaiserfamilie aufzunehmen. Damit soll der seit langem beklagte Mangel an männlichen Thronanwärtern gelindert werden.
Die geplante Reform im Detail
Voraussetzung für eine solche Adoption ist laut den Plänen, dass die Kandidaten mindestens 15 Jahre alt und unverheiratet sind. „Wer von ihnen mindestens 15 Jahre alt und unverheiratet ist, könnte adoptiert werden“, heißt es in den Eckpunkten des Vorhabens. Die adoptierten Personen selbst wären allerdings nicht thronfolgeberechtigt, sehr wohl aber ihre männlichen Nachkommen.
