Eine Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts IW Köln im Auftrag des Finanzierungsvermittlers Interhyp zeigt, dass Einfamilienhäuser in Deutschland außerhalb der großen Metropolen und deren Umland noch bezahlbar sind, während Käufer in München, Bayern und Hamburg bis zu 40 Prozent ihres Nettoeinkommens für die Monatsrate aufbringen müssen.

Die Volkswirte des IW Köln haben die Preise für Einfamilienhäuser in sämtlichen 400 Landkreisen und kreisfreien Städten Deutschlands ausgewertet. Im Auftrag des Finanzierungsvermittlers Interhyp berechneten sie, wie viel ein durchschnittlicher Modellhaushalt für die Tilgung eines Immobilienkredits ausgeben müsste. Als Modellhaushalt legten sie eine Familie mit zwei Kindern und einem Einkommen im 70. Perzentil zugrunde – also Käufer mit höherem Einkommen als 70 Prozent der deutschen Haushalte.

Als Maßstab dient der „Erschwinglichkeitsindex", in dem monatliche Ausgaben für die Immobilie von bis zu 35 Prozent des Nettoeinkommens als tragbar gelten – im Index markiert durch die Zahl 100. Der bundesweite Durchschnittswert liegt bei 103 und damit nur knapp über der Tragbarkeitsgrenze. „Etwa 45 Prozent der betrachteten Modellhaushalte leben in keiner der Top-Sieben-Metropolen oder deren Umland und damit in einer Region, in der der Erwerb eines Einfamilienhauses erschwinglich ist", erklärte Interhyp-Vorstandschef Jörg Utecht.