Die Vertragsstaaten des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) haben am Freitag in New York mit 82 von 125 Stimmen dafür votiert, Chefankläger Karim Khan wegen einer schwerwiegenden Verletzung seiner Amtspflichten abzuberufen.
Abstimmung in New York
Die Versammlung der Vertragsstaaten entschied am Freitag in New York, Khan mit der erforderlichen Zweidrittelmehrheit aus seinem Amt zu entfernen. Als Grund wurden „gross misconduct“ sowie eine „schwerwiegende Verletzung der Pflichten seines Amtes“ angegeben.
Khan war im Mai 2025 vorläufig von seinem Posten zurückgetreten und wurde im Juni 2025 formell suspendiert. Nach Angaben seines Anwalts will er die Abberufung mit allen verfügbaren juristischen Mitteln anfechten.
Der britische Völkerrechtler hatte 2024 Haftbefehle gegen den israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu und den damaligen Verteidigungsminister Yoav Gallant wegen des Vorwurfs von Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen im Gazakrieg beantragt. Das Vorgehen war sowohl von Israel als auch von den Vereinigten Staaten scharf kritisiert worden.
