Den Haag, 24 Juli 2026
Die 125 Vertragsstaaten des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) beraten in einer Sondersitzung in New York über die mögliche Entlassung von Chefankläger Karim Khan, gegen den Vorwürfe wegen sexuellen Fehlverhaltens erhoben worden sind.
Die Versammlung der Vertragsstaaten muss entscheiden, ob Khan endgültig seines Amtes enthoben wird. Dafür ist nach dem Römischen Statut eine absolute Mehrheit von 63 der insgesamt 125 Mitgliedstaaten erforderlich. Die Sondersitzung markiert den vorläufigen Höhepunkt eines monatelangen Verfahrens, das im Oktober 2024 mit der öffentlichen Bekanntmachung der Vorwürfe begann.
Khan lässt das Amt des Chefanklägers bereits seit Mai 2025 ruhen. Anfang Juni 2026 wurde er offiziell suspendiert. Hintergrund ist ein laufender Prozess wegen sexueller Missbrauchsvorwürfe gegen den 56-jährigen Briten. Die Vorwürfe gehen auf Vorfälle im Mai 2024 zurück und betreffen eine Mitarbeiterin des Gerichtshofs.
