Jerusalem, 17 August 2026
Der israelische Polizeiminister Itamar Ben-Gvir hat mit provokativen Äußerungen, in denen er mehr Tötungen im Gazastreifen fordert, scharfe Kritik und Empörung ausgelöst, unter anderem von jüdischer Seite in Österreich.
Der israelische Polizeiminister Itamar Ben-Gvir sorgt mit Äußerungen über den Militäreinsatz im Gazastreifen für einen diplomatischen Sturm. In einer Stellungnahme forderte er eine Ausweitung der Kampfhandlungen und sprach sich offen für mehr Tötungen in dem Küstenstreifen aus. Die Aussagen wurden von internationalen Medien aufgegriffen und lösten in mehreren europäischen Hauptstädten Reaktionen aus, da die EU-Staaten den Konflikt seit Monaten mit Sorge beobachten.
Reaktion aus Österreich
In Österreich reagierte die Israelitische Kultusgemeinde (IKG) für die Bundesländer Salzburg, Steiermark und Kärnten mit deutlichen Worten. Präsident Elie Rosen nannte Ben-Gvir in einer Pressemitteilung „eine Schande für das gesamte jüdische Volk und eine Schande für den Staat Israel“ und distanzierte sich damit klar von den Äußerungen des Ministers. Rosen betonte, dass die IKG als Vertretung der organisierten jüdischen Gemeinschaft in Österreich die Position des Ministers nicht teile und sich für eine Völkerrechtskonformität des militärischen Handelns Israels ausspreche.
