Irland hat am 1. Juli 2026 den rotierenden Vorsitz im Rat der Europäischen Union übernommen und damit die Nachfolge von Zypern angetreten, das in den vergangenen sechs Monaten die EU-Ratspräsidentschaft innehatte.

Achter Vorsitz in der Geschichte der Republik

Mit der Übernahme des Vorsitzes beginnt für die Republik Irland, die der Europäischen Gemeinschaft bereits 1973 beigetreten ist, die insgesamt achte Ratspräsidentschaft. Der Inselstaat mit rund 5,4 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern führt den Vorsitz bis zum Ende des Jahres 2026. In dieser Zeit wird Irland zahlreiche Ministertreffen leiten und bei Meinungsverschiedenheiten zwischen den EU-Staaten vermitteln.

Wie schon in den vergangenen Monaten werden die anstehenden Verhandlungen über den nächsten mehrjährigen Finanzrahmen der EU für die Periode 2028 bis 2034 als eine der größten Herausforderungen der Präsidentschaft gelten. Der derzeit auf dem Tisch liegende Vorschlag sieht ein inflationsbereinigtes Gesamtvolumen von 1,73 Billionen Euro vor. Bundeskanzler Friedrich Merz bezeichnete den Vorschlag als „unbezahlbar" und „unausgewogen". Das Ziel ist, bis zum Ende des Jahres 2026 eine Einigung auf das Finanzpaket zu erzielen.