Teheran/Paris, 30. Juni 2026
Iran hat einen französischen Vorschlag für eine gemeinsame Minenräumung in der Straße von Hormus mit Partnerstaaten zurückgewiesen und sich dabei auf ein bestehendes Rahmenabkommen berufen.
Der Vorschlag aus Paris
Der iranische Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi erklärte auf der Plattform X, eine gemeinsame Minenräumungsoperation in der Meerenge sei nicht zulässig. Teheran werde eine solche Operation niemals zulassen. Als Begründung führte er ein Rahmenabkommen an, das die Zuständigkeit für die Minenräumung ausschließlich Iran zuweise. Damit stellt sich Teheran gegen eine Initiative, die Frankreich gemeinsam mit Großbritannien vorangetrieben hatte.
Ausgangspunkt der diplomatischen Auseinandersetzung war ein Treffen von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron mit dem Sultan von Oman, Haitham bin Tarik, in Paris. Anschließend kündigte Macron über die Plattform X an, Frankreich wolle mit seinen Partnern an der Minenräumung in der Meerenge mitwirken. Ziel sei es, die Seewege zu sichern und eine "freie und bedingungslose" Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu gewährleisten. Macron sprach von "Wir haben beschlossen, gemeinsam mit unseren Partnern an der Minenräumung in der Meerenge mitzuwirken, um die Seewege zu sichern und eine freie und bedingungslose Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu gewährleisten".
