Forschende des Instituts für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) haben in der Fachzeitschrift PRX Quantum eine Studie vorgelegt, die das Quanten-Tempolimit nutzt, um nachweisbar zufällige Zahlen zu erzeugen, die selbst für Angreifer mit detaillierten Vorkenntnissen über die Laborgeräte unvorhersehbar sein sollen.

Warum Zufall in der digitalen Welt unverzichtbar ist

Zufallszahlen sind aus dem digitalen Alltag nicht wegzudenken. Sie sichern Datenübertragungen, bilden die Grundlage moderner Verschlüsselungsverfahren und kommen beim Online-Banking zum Einsatz. Viele computergenerierte Zufallszahlen sind jedoch in Wahrheit vorhersagbar und damit anfällig für Angriffe, wie die Forschungsgruppe um Markus P. Müller hervorhebt. Ein Ausweg aus diesem Problem könnte in der Quantenphysik liegen.

Das Team nutzt das sogenannte Quanten-Tempolimit, eine grundlegende Eigenschaft quantenmechanischer Systeme. Wie die Studie erläutert, hängt dieses Tempolimit mit der Energie eines Systems zusammen. Eine begleitende Erklärung der Forschenden lautet: "Nur wenn ein System genügend Energie-Spielraum hat, kann es sich schnell verändern." Ist dieser Spielraum klein, bleibt das System langsam.

Das Prinzip des Quanten-Tempolimits