Der Chipkonzern Intel investiert über seine Fertigungssparte Intel Foundry rund fünf Milliarden Euro in den Ausbau seines Halbleiterwerks im irischen Leixlip, um die Kapazitäten für den Intel-3-Prozess zu erweitern.

Ausbau in Irland: Fokus auf Intel-3-Prozess

Der US-Chipkonzern Intel treibt seine Investitionen in Europa voran. Wie das Unternehmen am 13. Juli 2026 mitteilte, fließen rund fünf Milliarden Euro in den bestehenden Standort Leixlip rund 19 Kilometer westlich von Dublin. Intel verwies auf die große Nachfrage nach Halbleitern für KI-Rechenzentren. Die Erweiterung umfasst neue Produktionsmaschinen sowie den Ausbau des automatisierten Fördersystems, mit dem die verschiedenen Campus-Module zu einer einheitlichen Hochgeschwindigkeits-Produktionsumgebung zusammengeschlossen werden sollen. Mit der Investition will Intel die Kapazitäten maximieren und das Liefervolumen für Kunden von Intel Foundry steigern, wie der Chief Technology and Operations Officer sowie General Manager von Intel Foundry, Naga Chandrasekaran, erklärte: „Diese Investition in Höhe von fünf Milliarden Euro ist ein klares Bekenntnis dazu, die Kapazitäten an unserem Standort Leixlip zu maximieren und das Liefervolumen für Kunden von Intel Foundry zu steigern".

Im Fokus der Erweiterung steht der Intel-3-Fertigungsprozess, auf dem unter anderem Xeon-6-Serverprozessoren und künftige Xeon-Generationen basieren sollen. Der Ausbau läuft seit Anfang 2026 und soll 2027 abgeschlossen werden. Eine physische Vergrößerung der Reinraumflächen ist nach Angaben des Unternehmens nicht geplant; stattdessen sollen bestehende Reinräume intensiver genutzt und mit neuer Lithografie-Technik für die Belichtung von Siliziumscheiben ausgestattet werden. Die im September 2023 in Betrieb genommene Fab 34 in Leixlip war seinerzeit die erste EUV-Massenproduktion in Europa.