Die Preise für Wohneigentum in Österreich sind in den Jahren 2024 und 2025 wieder gestiegen, bleiben aber unter den Höchstständen von 2022, wie die Statistik Austria am Mittwoch mitteilte.

Was ist neu seit dem 29. Mai 2026

Der österreichweite Medianpreis für Eigentumswohnungen betrug im Jahr 2025 4.162 Euro pro Quadratmeter. Für Häuser lag der Quadratmeterpreis bei 2.836 Euro. Damit kostete ein Quadratmeter in einem Wohnhaus im Schnitt um rund 60 Euro weniger als im Rekordjahr 2022, bei Wohnungen betrug die Ersparnis rund 200 Euro.

Die Entwicklung zeigt laut Statistik Austria, dass sich der Markt nach den Rückgängen im Jahr 2023 stabilisiert hat. Gegenüber den Vorjahren ist wieder ein klarer Aufwärtstrend erkennbar.

Regionale Preisunterschiede

Die teuersten Regionen liegen im Westen und in der Bundeshauptstadt. In Wien mussten Käufer 2025 durchschnittlich 5.212 Euro pro Quadratmeter für Eigentumswohnungen bezahlen. Knapp dahinter folgen Vorarlberg mit 5.000 Euro, Salzburg mit 4.968 Euro und Tirol mit 4.965 Euro.

Am günstigsten war Wohneigentum in der Steiermark mit einem Medianpreis von 2.750 Euro pro Quadratmeter und im Burgenland mit lediglich 1.859 Euro.

Ein gegenläufiger Trend zeigt sich bei bebaubaren Grundstücken: Der durchschnittliche Quadratmeterpreis stieg österreichweit auf 135 Euro und erreichte damit einen neuen Höchstwert. Im Fünfjahresdurchschnitt führt Reith bei Kitzbühel mit 2.742 Euro pro Quadratmeter vor Kitzbühel und Lech.

Die regionalen Preisunterschiede sind weiterhin extrem. Im niederösterreichischen Bezirk Zwettl kostete Bauland zuletzt durchschnittlich nur 26 Euro pro Quadratmeter, im burgenländischen Jennersdorf sogar lediglich 21 Euro.

Leistbarkeit bleibt Problem

Der Immobilienmarkt bleibt damit auch 2025 von starken regionalen Gegensätzen geprägt – mit hochpreisigen Städten und Tourismusorten auf der einen sowie vergleichsweise günstigen ländlichen Regionen auf der anderen Seite.

Laut der Erhebung ist ein Wohnhaus für zwei Personen mit Medianeinkommen aktuell in 41 von 105 Bezirken finanziell nicht stemmbar. Der sogenannte Immoleistbarkeitsindex zeigt, dass Kredite als nicht bewältigbar gelten, wenn die monatliche Rate die von der Finanzmarktaufsicht als Richtschnur vorgegebene 40-Prozent-Marke des Haushaltsnettoeinkommens übersteigt.

Die Statistik Austria betont, dass die aktuellen Zahlen auf einer breiten Datenbasis beruhen und die Entwicklung der Jahre 2024 und 2025 abbilden. Die Erhebung umfasst sowohl Transaktionen von Eigentumswohnungen als auch von Häusern und Grundstücken.

Experten sehen in den neuen Zahlen ein gemischtes Bild: Einerseits erhole sich der Markt nach dem Einbruch von 2023, andererseits bleibe die Leistbarkeit für viele Haushalte ein zentrales Problem. Besonders in den Ballungsräumen und Tourismusregionen sei die Kluft zwischen Einkommen und Immobilienpreisen weiterhin groß.