Die Handelspolitik von Donald Trump bremst nach Angaben des Ifo-Instituts die Investitionen der deutschen Industrie und verfestigt die Zollbelastung für Unternehmen.
Mehr als 60 Prozent der vom Ifo-Institut befragten Industrieunternehmen in Deutschland berichten von negativen Auswirkungen der US-Zollpolitik. Besonders betroffen ist die Automobilbranche: 74 Prozent der Unternehmen dieser Sparte sehen sich durch die US-Zölle belastet – ein Anstieg um 14 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Ifo-Außenhandelsexperte Andreas Baur sagte am Dienstag, die Autoindustrie sei doppelt betroffen: „Die Autoindustrie ist doppelt betroffen: durch hohe Zölle und rückläufige Exporte in die USA."
Die Belastung durch Zölle hat sich nach Baurs Einschätzung verfestigt. „Die Zollbelastung hat sich verfestigt, statt sich abzuschwächen“, erklärte er bei einer Veranstaltung des OECD Berlin Centre. 63 Prozent der befragten Unternehmen erwarten, dass das US-Zollniveau auf hohem Niveau unverändert bleibt. Weitere 13 Prozent rechnen sogar mit steigenden Zöllen.
