Der Hydrologe Günter Blöschl von der TU Wien sieht Österreich angesichts der anhaltenden Trockenheit am Rand einer Ausnahmesituation und sieht zugleich deutliche Spuren des Klimawandels.

Österreich ist nach Einschätzung des Hydrologen Günter Blöschl von der Technischen Universität Wien nur knapp von einer Ausnahmesituation entfernt. „Die Kombination aus trockenem Winter und anschließend wenig Regen vielerorts fällt aus dem Rahmen“, sagte Blöschl, der Leiter des Instituts für Wasserbau und Ingenieurhydrologie der TU Wien, der APA. Er spricht von einer Lage „am Rande einer Ausnahmesituation“. Blöschl sieht zugleich „eindeutig den Fingerabdruck des Klimawandels, der bombenfest belegt und keine politische oder sonstige Erfindung ist“.

Daten aus dem Monatsbericht

Die aktuellen Daten stammen aus dem Monatsbericht „Wasserhaushalt Österreich“. Demnach gab es bei den Niederschlägen der vergangenen vier bis fünf Monate rund 30 Prozent weniger als im langfristigen Mittelwert. Bei den Grundwassermessstellen gibt es bei rund 80 Prozent niedrige oder sehr niedrige Stände. An rund 85 Prozent der Messstellen lagen die Flusspegel Ende Juni unter dem langjährigen Monatsmittel.