Eine Halbjahresbilanz von Geosphere Austria zeigt, dass die Trockenheit in Österreich ein massives Problem bleibt: Von Jänner bis Juni 2026 fiel im Flächenmittel um 27 Prozent weniger Niederschlag als im langjährigen Durchschnitt, in einigen Regionen Ostösterreichs lag die Abweichung sogar bei bis zu 50 Prozent.

Die Wetterbilanz fällt ernst aus. Wie Geosphere Austria am Dienstag bekannt gab, fiel zwischen 1. Jänner und 30. Juni 2026 über ganz Österreich gerechnet um 27 Prozent weniger Niederschlag als im Vergleich mit dem langjährigen Durchschnitt. Auf einen viel zu niederschlagsarmen Winter folgten ein zu warmes Frühjahr und ein außergewöhnlicher Sommerbeginn, der die Lage weiter verschärfte.

Der Klimatologe Alexander Orlik von Geosphere Austria, der die Daten analysierte, ordnete die aktuellen Werte in einen längeren klimatologischen Kontext ein. So war es im Jahr 2003 und 1993 mit Defiziten von 30 bzw. 29 Prozent sogar noch etwas niederschlagsärmer als im heurigen ersten Halbjahr. Niederschlagsarme Verhältnisse in den ersten sechs Monaten eines Jahres treten in Österreich immer wieder auf – neu ist jedoch das Ausmaß in einzelnen Landesteilen.

Historischer Vergleich seit 1885

„Derart niederschlagsarm war es in diesen Teilen seit 1885 nicht mehr", sagte Orlik. Damals wurden Abweichungen von 35 Prozent registriert. Derart niederschlagsarm war es im Flächenmittel in diesen Teilen des Bundesgebietes seit dem Jahr 1885 nicht mehr, wo ebenfalls um rund 35 Prozent weniger Niederschlag fiel.