In Hongkong haben Sicherheitsbehörden am Mittwoch zwei unabhängige Buchläden durchsucht und fünf Personen festgenommen, denen der Verkauf von Publikationen mit "staatsgefährdenden Inhalten" vorgeworfen wird.
Hintergrund der Festnahmen
Wie die Regierung der chinesischen Sonderverwaltungsregion mitteilte, werfen die Behörden den zwei Männern und drei Frauen vor, in ihren Geschäften Publikationen mit "staatsgefährdenden Inhalten" verkauft zu haben. Den Festgenommen werde zudem Verstöße gegen das nationale Sicherheitsgesetz zur Last gelegt, wie die Polizei erklärte. Die Hongkonger Regierung erläuterte, die Werke hätten "Anstiftung zum Hass gegen Hongkongs Regierung, Justiz und Strafverfolgungsbehörden" enthalten.
Den Ermittlungen war nach Angaben der Behörden ein Fund des Zolls vorausgegangen. Zollmitarbeiter hatten demnach Bücher mit umstrittenen Inhalten abgefangen, die aus dem Ausland nach Hongkong eingeführt werden sollten. Aufgrund dieses Fundes leitete die Polizei eine Untersuchung ein, die zu den Durchsuchungen am Mittwoch führte. Lokale Medien berichteten, es handele sich um zwei unabhängige Buchläden.
