Berlin, 16 Juli 2026

Eine zweiwöchige Hitzewelle im Juni 2026 hat die deutsche Wirtschaft nach einer am Donnerstag vom "Handelsblatt" vorgelegten Prognos-Berechnung mindestens 6,3 Milliarden Euro gekostet.

Verteilung der Schäden auf die Branchen

Wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf Berechnungen des Beratungsunternehmens Prognos berichtete, schlugen die extremen Temperaturen in den letzten beiden Juniwochen 2026 mit 6,32 Milliarden Euro zu Buche. Damit sei die Hitzewelle der teuerste Wettereffekt des bisherigen Jahres. Deutschland erlebte im Juni dieses Jahres Temperaturen von bis zu 41,7 Grad – ein neuer Rekord für den Monat, wie es in dem Bericht heißt.

Der größte Anteil der Schäden entfiel mit rund 1,9 Milliarden Euro auf das verarbeitende Gewerbe, gefolgt vom Gesundheits- und Sozialwesen sowie dem Handel. Im Gesundheits- und Sozialwesen lagen die Kosten bei etwa 662 Millionen Euro pro Tag. Die Nahrungsmittelindustrie verlor rund 196 Millionen Euro durch Hitzestress an Pflanzen, höhere Energiekosten für Kühlanlagen und sinkende Milcherträge bei Kühen.