Der Handelsverband Deutschland (HDE) sieht die Stimmung im deutschen Einzelhandel nach einer Umfrage unter 600 Unternehmen so schlecht wie zuletzt im zweiten Corona-Lockdown, während der Verband seine Umsatzprognose für 2026 von 697,4 Milliarden Euro bestätigt.
Die Lage im deutschen Einzelhandel hat sich laut einer am Montag vorgestellten Umfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) weiter zugespitzt. 63 Prozent der befragten Händlerinnen und Händler gaben an, dass sich ihre Geschäftslage im ersten Halbjahr verschlechtert habe. Vor einem Jahr lag dieser Wert noch bei 51 Prozent. „Die Situation ist noch dramatischer als sie es im eher bescheidenen Vorjahr bereits war“, sagte HDE-Präsident Alexander von Preen.
Von Preen zog einen drastischen Vergleich: „Die Stimmung bei Verbrauchern und Unternehmen liege auf dem gleichen Niveau wie im zweiten Corona-Lockdown.“ Als Hauptursache nannte er steigende Kosten bei gleichzeitig stagnierenden Umsätzen. „Das Problem für viele Unternehmen sind die steigenden Kosten für Beschäftigung, Energie und Wareneinkauf - bei gleichzeitig stagnierenden Umsätzen“, erklärte der HDE-Präsident.
