Die Gewerkschaft GPA hat am Donnerstag um 11 Uhr ihre Forderungen für die diesjährige Kollektivvertragsrunde im Handel an die Wirtschaftskammer Österreichs (WKÖ) übergeben, bevor die erste Verhandlungsrunde startete.
Im Mittelpunkt der heurigen KV-Runde im Handel steht die wirtschaftliche Lage der Beschäftigten. Die GPA begründet ihre Forderungen unter anderem mit der Entwicklung der Reallöhne und der Verteilung der Unternehmensgewinne. In einem gemeinsamen Pressestatement unmittelbar nach der Übergabe bezogen beide Seiten Stellung zu den Erwartungen an die kommenden Gespräche.
„Der Anteil der Gewinne, die an die Eigentümer flossen, sei im Vorjahr gestiegen.
Drei Jahre Reallohnverlust als Ausgangslage
Hintergrund der Verhandlungen ist eine seit Jahren angespannte Einkommenssituation der Handelsangestellten. Die GPA verweist auf Daten der Wirtschaftsforschungsinstitute Wifo und IHS, die in mehreren Analysen die Lohnentwicklung im österreichischen Einzelhandel untersucht haben. Beide Institute weisen darauf hin, dass die Reallöhne in der Branche über einen längeren Zeitraum hinweg nicht mit der Inflation Schritt gehalten haben.
