Die Grüne Nationalratsabgeordnete Nina Tomaselli hat die geplante Glücksspielreform der österreichischen Bundesregierung am Donnerstag als Einnahmenreform mit unzureichendem Spielerschutz kritisiert.

Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag bemängelte Tomaselli, die Bundesregierung habe bei der Reform in erster Linie die erhofften Einnahmen im Blick gehabt, während der Spielerschutz zu kurz komme. „Glücksspielreform ist Einnahmenreform“, fasste die Politikerin den Befund der Grünen zusammen.

Die Reform sieht laut Tomaselli steigende Mehreinnahmen vor, die von 120,5 Millionen Euro im Jahr 2028 auf 200 Millionen Euro im Jahr 2031 anwachsen sollen. Eine weitere Casino-Konzession soll ausgeschrieben werden, womit sich die Gesamtzahl auf 13 erhöhen würde.

Spielsüchtige und finanzielle Folgen

Tomaselli verwies auf die Dimension des Problems in Österreich: Rund 350.000 Personen gelten laut der Politikerin als spielsüchtig, und etwa 80 Prozent davon hätten Schulden. „Und rund 80 Prozent davon hätten Schulden“, sagte sie. Der Bedarf an wirksamen Schutzmaßnahmen sei entsprechend groß.