Die österreichischen Grünen haben am Samstag ihren Bundeskongress in Graz abgehalten, bei dem Leonore Gewessler die Oppositionsparteien SPÖ und FPÖ scharf attackierte.

Rund 260 Delegierte versammelten sich in der steirischen Landeshauptstadt unter dem Motto "Fairer statt schwerer". Eine Neuwahl der Parteispitze stand nicht auf der Tagesordnung; Leonore Gewessler übt das Amt der Bundessprecherin seit einem Jahr aus.

Kritik an SPÖ und FPÖ

In ihrer Rede kritisierte Gewessler die Sozialdemokraten unter Andreas Babler mit deutlichen Worten. Deren Wahlversprechen zu Vermögens- und Erbschaftssteuern seien "schneller als die Gletscher" geschmolzen, so die Bundessprecherin.

Zudem warf sie der SPÖ vor, nach den anstehenden Landtagswahlen für Koalitionen mit der FPÖ offen zu sein. Die Freiheitlichen selbst bezeichnete Gewessler als "Weltuntergangssekte" und als "blaue Zerstörer".

Die Bundessprecherin betonte ihre eigene Motivation mit den Worten: "Ich stehe heute hier, weil ich dieses Land nicht kampflos Herbert Kickl überlassen will." Sie stellte die Grünen als Alternative nicht nur zur FPÖ, sondern auch zum "Verwalten des Niedergangs" durch die Bundesregierung aus ÖVP, SPÖ und Neos dar.