Die SVP ist bei den Wahlen in Graubünden als Siegerin hervorgegangen: Mit Valérie Favre Accola zieht die Volkspartei nach 18 Jahren wieder in die Kantonsregierung ein, während die Mitte ihre absolute Mehrheit in der Exekutive verliert.
Die Bündner Kantonsregierung wird ab Januar 2027 erstmals seit 2008 wieder von der SVP mitgetragen. Valérie Favre Accola setzte sich am Sonntag mit 32'141 Stimmen gegen Mitte durch und belegte den fünften Platz unter den fünf Gewählten. Damit zieht die Volkspartei zum ersten Mal seit dem Bruch um Eveline Widmer-Schlumpf wieder in den Regierungsrat ein. Die Favre Accola ist amtierende Standespräsidentin und Statthalterin von Davos; sie tritt die Nachfolge von Erziehungsdirektor Jon Domenic Parolini (Mitte) an.
Historischer Moment: Zwei Frauen in der Regierung
Die Bündner Frauensituation erreicht mit der Wahl einen historischen Punkt: Ab Januar 2027 sitzen mit Favre Accola und der bestätigten Baudirektorin Carmelia Maissen (Mitte) erstmals zwei Frauen gleichzeitig in der Kantonsregierung. Maissen, die mit 34'519 Stimmen wiedergewählt wurde, ist die dritte Frau in der Geschichte des Kantons in der Exekutive – nach Eveline Widmer-Schlumpf, die 1998 als erste Frau in die Bündner Regierung einzog. Der Frauenanteil in der Regierung steigt damit auf 40 Prozent.
