Die Berufungskommission der französischen Finanzaufsichtsbehörde DNCG hat Girondins Bordeaux wegen millionenschwerer Zahlungslücken aus der vierten in mindestens die sechste Liga zwangsversetzt.

Der Club, der sechs Mal die französische Meisterschaft gewann und einst Spieler wie Zinédine Zidane, Bixente Lizarazu und Johan Micoud hervorbrachte, war bereits 2024 administrativ aus der zweiten in die vierte Liga zwangsabgestiegen. Nun verschärfte die DNCG die Sanktionen, nachdem eine sportliche und finanzielle Sanierung ausgeblieben war. „Wegen millionenschwerer Zahlungslücken ist der Ex-Club von Zinedine Zidane, Bixente Lizarazu und Johan Micoud von der vierten bis mindestens in die sechste Liga zwangsversetzt worden."

Hintergrund: Zahlungslücken und verpasste Sanierung

Die DNCG, gegründet 1984 zur Prüfung und Überwachung französischer Profifußballclubs, hatte zunächst einen Ausschluss aus allen nationalen Ligen als Teil der Entscheidung verhängt. Eine sportliche Wiederaufnahme wäre höchstens in der sechsten Liga R1 möglich. Dafür wäre allerdings die Zustimmung des Fußballverbandes der Region Nouvelle-Aquitaine erforderlich.

DNCG: Strenge Wächter der Clubfinanzen

Der akute Finanzierungsbedarf beläuft sich nach Angaben aus den Clubberichten auf rund zehn Millionen Euro. Hintergrund sind ausstehende Transferzahlungen und Ausbildungsentschädigungen an andere Clubs. Diese Verpflichtungen konnten zuletzt nicht beglichen werden, was die finanzielle Schieflage des Vereins weiter zuspitzte.