Ein Gericht in Oslo hat am Montagabend angeordnet, den 29-jährigen Marius Borg Høiby, den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit, aus der Untersuchungshaft zu entlassen, damit er bei seiner schwer kranken Mutter sein kann; die Staatsanwaltschaft legte umgehend Berufung mit aufschiebender Wirkung ein.
Begründung des Gerichts
Die Entscheidung traf das Osloer Gericht am späten Montagabend. Begründet wurde die Anordnung mit dem drastisch verschlechterten Gesundheitszustand der 52-jährigen Kronprinzessin Mette-Marit. Wie die norwegische Zeitung Verdens Gang berichtete, erklärte das Gericht, die Fortsetzung der Inhaftierung wäre nicht nur für Høiby, sondern auch für seine Mutter in der ohnehin schwierigen Lage, in der sie sich befinden, sehr belastend.
Høiby befindet sich seit Anfang Februar in Untersuchungshaft. Ihm werden insgesamt 40 Straftaten zur Last gelegt, darunter vier Vergewaltigungen sowie Missbrauchsvorwürfe. Die Staatsanwaltschaft hat eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren und sieben Monaten gefordert; die Höchststrafe für die angeklagten Taten liegt bei 16 Jahren. Das Urteil in dem Verfahren wird am 15. Juni erwartet, nachdem der Prozess vom 3. Februar bis zum 19. März gelaufen war.
