Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) hat nach riskanten Geschäften einzelner Mitgliedsinstitute sein Sicherungssystem reformiert und einen neuen Verhaltenskodex für Vorstände und Aufsichtsräte beschlossen.
Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) reagiert mit der Reform auf riskante Geschäfte, die bei einzelnen Instituten der genossenschaftlichen Finanzgruppe aufgefallen waren. Die Mitgliederversammlung verabschiedete die neuen Regeln bereits im Juni. Präsidentin Marija Kolak bezeichnete die Reform als notwendige Konsequenz aus beobachtetem Fehlverhalten. Die Volksbank Braunschweig-Wolfsburg musste demnach den Sicherungsfonds in Anspruch nehmen und trennte sich von ihrem Vorstandschef.
Das Reformpaket trägt den Namen "Geno Next Level". Kernpunkte sind nach Angaben der Verbandsspitze verbesserte Frühwarnsysteme und deutlich verschärfte Eingriffsrechte gegenüber auffällig gewordenen Instituten. Kolak sagte wörtlich: "Unsere Maßnahmen verbessern unsere Frühwarnsysteme und verschärfen unseren Durchgriff deutlich." Zudem wurde ein neuer Verhaltenskodex für Vorstände und Aufsichtsräte der Mitgliedsbanken eingeführt.
