Berlin, 26 Juli 2026

Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin hat den Haftbefehl gegen Abdul Ballout aufgehoben, der als mutmaßlicher Angreifer des Anschlags auf den Christopher Street Day in Berlin gilt.

Die Entscheidung fiel am 26. Juli 2026. Wie die Generalstaatsanwaltschaft Berlin mitteilte, wurde der bestehende Haftbefehl aufgehoben, "da die Untersuchungshaft vorrangig der Sicherung des Strafverfahrens dient und keine vorweggenommene Strafe darstellt". Damit endete die Untersuchungshaft des Beschuldigten vorerst, ohne dass dieser freigelassen wurde – die Generalstaatsanwaltschaft hatte zuvor eine höhere, nicht mehr bewährungsfähige Jugendstrafe sowie die Aufrechterhaltung des Haftbefehls beantragt.

Der Fall Abdul Ballout beschäftigt die Berliner Justiz seit dem Anschlag auf den Christopher Street Day. Bei der Attacke war eine Person getötet und mehrere weitere verletzt worden. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sprach in diesem Zusammenhang von einem "hohen Maß von Straftaten" und einer "islamistischen Radikalisierung". Ballout selbst war nach dpa-Informationen bereits zuvor als "Intensivtäter" und IS-Anhänger aufgefallen.