Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Mittwoch in München als Hauptredner an einer Gedenkveranstaltung zum zehnten Jahrestag des rechtsextremistisch motivierten Attentats am Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) gesprochen.

Redner und Gäste der Gedenkstunde

Die Veranstaltung begann am Mittwoch um 16.00 Uhr. „In München wird am Mittwoch (16.00 Uhr) zum zehnten Jahrestag der Opfer des rechtsextremistisch motivierten Attentats am Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) gedacht", heißt es in der Ankündigung.

Neben Angehörigen und Überlebenden werden Bundespräsident Steinmeier, Bayerns Landtagspräsidentin Aigner (CSU) und Oberbürgermeister Krause (Grüne) erwartet. Auch Hinterbliebene der Opfer traten als Redner auf. Angehörige der neun getöteten Menschen, Überlebende und Münchner Bürger wollen bei der Veranstaltung an die Getöteten vom 22. Juli 2016 erinnern.

Ablauf: Schweigeminute und Verlesen der Namen

Bei der Gedenkstunde sind die Namen aller neun Opfer verlesen worden. Für 17.51 Uhr war zudem eine Schweigeminute mit Kranzniederlegung angesetzt, genau zu dem Zeitpunkt, an dem vor zehn Jahren die Schüsse im Einkaufszentrum fielen.

Am 22. Juli 2016 hatte ein Täter im Olympia-Einkaufszentrum neun Menschen erschossen. „Ein 18-jähriger Deutscher mit iranischem Migrationshintergrund erschoss damals neun Menschen", berichtet der Deutschlandfunk. Der Täter habe sich später auf der Flucht selbst getötet. „Er suchte seine Opfer gezielt nach vermeintlichen äußerlichen Hinweisen auf eine ausländische Herkunft aus" und tötete sich später auf der Flucht selbst.