Venedig, 18 Juli 2026

Die italienische Polizei hat drei pakistanische Staatsbürger angezeigt, die am Freitag die Rialtobrücke in Venedig mit Farbe beschmiert und ein politisches Bekenntnis hinterlassen haben sollen.

Hergang der Aktion

Die Aktion ereignete sich am späten Vormittag, als zahlreiche Touristen die Brücke überqueren. Nach Angaben der Stadt Venedig versprühten die drei Männer grüne und rote Farbe auf das historische Mauerwerk der Rialtobrücke. Anschließend entrollten sie ein Banner mit politischen Parolen, bevor sie von Passanten und der Polizei gestellt werden konnten. Die Männer wurden vor Ort festgenommen.

Die Staatsanwaltschaft in Venedig leitete ein Ermittlungsverfahren ein. Den Beschuldigten wird unter anderem Sachbeschädigung an einem Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung vorgeworfen. Die Brücke aus dem 16. Jahrhundert gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist eines der meistfotografierten Bauwerke der Lagunenstadt. Eine genaue Schadenssumme steht laut Stadtverwaltung noch aus, Experten prüfen derzeit, wie sich die Farbe von dem empfindlichen Stein lösen lässt.

Politische Reaktionen aus Rom und Venedig

Bürgermeister Luigi Brugnaro verurteilte die Tat scharf. In einer ersten Stellungnahme sprach er von einer „Schande für Venedig und für ganz Italien". Die Stadt werde alles unternehmen, um den Schaden zu beseitigen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Auch aus Rom kamen umgehend Reaktionen: Kulturminister Gennaro Sangiuliano kündigte an, die Sicherheit an touristischen Hotspots weiter zu verschärfen.