Die britische Frasers Group hat ihren Anteil am Modekonzern Hugo Boss nach der Ausübung von Put-Optionen um rund 3,69 Prozentpunkte auf knapp 30,3 Prozent erhöht und unternimmt damit den nächsten Schritt im seit Mitte Juni laufenden freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot.

Mit dem am Dienstag vermeldeten Aufstocken der Beteiligung steuert Frasers weiter auf eine Übernahme des schwäbischen Modelabels zu. Der Konzern des britischen Milliardärs Mike Ashley hatte bereits Mitte Juni ein freiwilliges öffentliches Angebot für sämtliche ausstehenden Hugo-Boss-Aktien vorgelegt. Die im MDax notierte Hugo Boss AG lehnt das Angebot indes geschlossen ab.

Angebot über 1,93 Milliarden Euro

Wie das in Metzingen ansässige Unternehmen Anfang Juli mitteilte, liege der Angebotspreis von 38,00 Euro pro Aktie deutlich unter dem, was der Konzern verdiene. Die Offerte spiegle den eigenständigen Unternehmenswert und das zukünftige Wertschöpfungspotenzial von Hugo Boss nicht angemessen wider. Der Vorstand und der Aufsichtsrat empfehlen den Aktionären einstimmig, das Angebot nicht anzunehmen.