Die britische Frasers Group hat am Mittwochabend nach Börsenschluss ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für den Modekonzern HUGO BOSS mit Sitz in Metzingen angekündigt und bietet 38 Euro je Aktie.

Angebot und Konditionen

Die Frasers Group, die nach eigenen Angaben unmittelbar etwas mehr als 26 Prozent der HUGO BOSS-Anteile hält, will im Rahmen eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots 38 Euro je Boss-Aktie bieten, wie das Unternehmen am Mittwochabend nach Börsenschluss mitteilte. Das Angebot gilt für alle Aktien, die Frasers Group nicht bereits besitzt. Bei Überschreiten der Schwelle von 30 Prozent der Anteile hätte Frasers dann ohnehin ein Pflichtangebot an die restlichen Aktionäre unterbreiten müssen.

Frasers sei ein langfristig orientierter Investor von HUGO BOSS und stehe weiter zu Aufsichtsratschef Sturm sowie Vorstandschef Daniel Grieder, hieß es. Frasers ruderte jedoch am Dienstag dieser Woche zurück und drückte Unterstützung für Sturm und Dividendenpolitik aus. Zuvor hatte Frasers dem Aufsichtsratschef Stephan Sturm im Dezember das Vertrauen entzogen. Streit gab es unter anderem um die Dividendenzahlung.