Der österreichische Forschungsrat FORWIT will das Hochschulstudium strukturell verbindlicher machen, eine offizielle Teilzeitstudienoption einführen und den Zugang für Studierende aus Nicht-Akademikerfamilien verbessern, wie Vorsitzender Thomas Henzinger der APA sagte.
Der Forschungsrat FORWIT hat ein umfassendes Reformpaket für das österreichische Hochschulsystem vorgelegt. Kernpunkt ist, dass Curricula, Studienrecht und Prüfungsordnungen künftig weniger Einzelfälle abbilden, sondern einen klaren Regelfall definieren sollen. Wie der FORWIT festhält, leiste sich Österreich derzeit ein liberales System, um Chancengleichheit herzustellen: Curricula, Studienrecht, Prüfungsordnung etc. seien maximal flexibel, um jeden erdenklichen Sonderfall unterbringen zu können.
Im Gegenzug sollen Sonderfälle künftig gezielt flexibler gestaltet werden, damit der Regelfall stringenter gefasst werden kann. Wie Henzinger erläuterte: Wenn man das macht und Sonderfälle flexibel gestaltet, kann man auch den Regelfall stringenter gestalten. Konkret soll das Studium wahlweise Vollzeit oder Teilzeit absolviert werden können, wobei Teilzeitstudierenden etwa die doppelte Zeit zur Verfügung stehen soll. Unis könnten ihre Lehrveranstaltungen danach ausrichten – also etwa, was sie tagsüber und was am Abend anbieten.
