Ein Forschungsteam um Sven Fuchs (Boku Wien) und Margreth Keiler (ÖAW Innsbruck) hat im Fachjournal "Natural Hazards and Earth System Sciences" eine Analyse zu strategischem Gebäudeschutz bei Bränden veröffentlicht und verweist dabei auf das Beispiel eines Hauses, das die "Pacific Palisades"-Katastrophe nahe Los Angeles weitgehend unbeschadet überstanden hat.

Die Bilder des Hauses hatten nach den verheerenden Waldbränden nahe Los Angeles internationale Aufmerksamkeit erregt. Viral gingen Bilder eines einzelnen Hauses, das die "Pacific Palisades"-Katastrophe offenbar recht unbeschadet überstanden hatte, während in der Nachbarschaft zehntausende Gebäude zerstört wurden. Die österreichischen Forscherinnen und Forscher greifen diesen Fall auf, um grundsätzliche Fragen des Gebäudeschutzes zu diskutieren.

Ein Haus als Symbolbild

Die großen Brände in Kalifornien nahe Los Angeles im vergangenen Jahr haben zehntausende Gebäude zum Raub der Flammen werden lassen und zumindest 29 Todesfälle gefordert. Für die Forschenden ist das ein Beleg dafür, dass bestehendes Wissen über brandsichere Bauweise häufig nicht konsequent angewendet wird. Sie verweisen auf die Studie zweier in den USA tätiger Wissenschafter, Akshat Chulahwata und Hussam Mahmoud, die das Beispiel "Pacific Palisades" im Fachmagazin "PNAS" untersucht haben.