Der FC Barcelona hat einen Schlichtungsantrag gegen Real-Madrid-Präsident Florentino Pérez eingereicht und droht mit einer Strafanzeige wegen Verleumdung, falls dieser seine umstrittenen Aussagen im Negreira-Komplex nicht zurücknimmt.
Hintergrund: Der Negreira-Komplex
Der FC Barcelona geht juristisch gegen Real-Madrid-Präsident Florentino Pérez vor. Wie der katalanische Klub mitteilte, wurde ein obligatorischer Schlichtungsantrag in Spanien gestellt. Sollte keine Einigung erzielt werden, kündigte Barcelona an, Strafanzeige wegen Verleumdung zu erheben. Ziel des Schritts sei es, Pérez zu einer öffentlichen Rücknahme seiner Äußerungen zu bewegen.
Hintergrund des Streits ist der sogenannte Negreira-Komplex. Zwischen 2001 und 2018 hatte der FC Barcelona laut den Ermittlungen Zahlungen von insgesamt rund 8,4 Millionen Euro an Unternehmen von José María Enríquez Negreira geleistet, dem damaligen Vizepräsidenten des spanischen Schiedsrichterausschusses. Barça bestreitet, Schiedsrichter bestochen oder Spiele manipuliert zu haben. Der Klub spricht von "professioneller Beratung" durch eine Person mit "Erfahrung in Schiedsrichterfragen", wie sie auch andere Klubs in Anspruch genommen hätten.
