Ein aktueller Faktencheck zeigt, dass es für die Existenz sogenannter „Chemtrails" keine wissenschaftlichen Belege gibt und dass die dahinterstehende Verschwörungstheorie laut der Bundesstelle für Sektenfragen besonders widerstandsfähig gegen Widerlegung ist.
Die ersten Berichte über die angeblichen Streifen am Himmel tauchten laut APA bereits 1998 in den USA auf. Noch heute glauben zahlreiche Menschen an diese Verschwörung und teilen Fotos und Videos vermeintlicher „Chemtrails" in sozialen Netzwerken. Eine wissenschaftliche Bestätigung für die Existenz solcher chemischen Spuren existiert nach Angaben von Fachstellen jedoch nicht.
Was „Chemtrails" sein sollen
Dabei ist die physikalische Erklärung der sichtbaren weißen Streifen vergleichsweise nüchtern. Wie GeoSphere Austria auf APA-Anfrage erklärte, handelt es sich bei Kondensstreifen um Spuren, die sich aus den Abgasen von Flugzeugen, gefrierendem Wasserdampf und Verbrennungsrückständen bilden. Sie entstehen bei Lufttemperaturen unter minus 40 Grad Celsius in Höhen über 6.000 Meter Seehöhe. Unter bestimmten Wetterbedingungen lösen sich solche Streifen schneller auf als unter anderen – genau diese Beobachtung wird von Anhängerinnen und Anhängern der Theorie als vermeintlicher Beweis angeführt.
