Frankfurt, 16 Juni 2026
Der Fachkräftemangel in deutschen Unternehmen hat sich laut dem aktuellen KfW-Ifo-Fachkräftebarometer seit seinem Höhepunkt vor knapp vier Jahren mehr als halbiert, wobei die KfW die anhaltende Wirtschaftsschwäche als Hauptursache für den Rückgang nennt.
Zu Beginn des zweiten Quartals 2026 meldeten noch 21 Prozent der deutschen Unternehmen Beeinträchtigungen durch fehlende Fachkräfte. Damit liegt der Anteil deutlich unter dem Höchststand von 49,7 Prozent im dritten Quartal 2022. Die staatliche Förderbank KfW spricht von einer mehr als Halbierung des Problems in rund vier Jahren, betont jedoch, dass der Rückgang nicht auf ein größeres Angebot an qualifizierten Arbeitskräften zurückgeht.
"Der Fachkräftemangel in deutschen Unternehmen hat etwas nachgelassen. Leider ist das allerdings vor allem auf die anhaltende Wirtschaftsschwäche zurückzuführen", sagt Dirk Schumacher, Chefökonom der KfW. Schumacher prognostiziert auch: Sobald sich die Konjunktur erholt, dürfte das Problem zurückkehren. Die Entwicklung sei daher kein Anlass, in den Anstrengungen zur Fachkräftesicherung nachzulassen.
