Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) hält an seiner Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft fest und rechnet im laufenden Jahr mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,8 Prozent, während die Folgen des Iran-Kriegs und steigende Rohstoffpreise die Dynamik bremsen.

Prognose für 2026 und 2027

Trotz der Spannungen im Nahen Osten und einer spürbaren Belastung durch höhere Energiepreise hält das Kieler Institut für Weltwirtschaft an seiner Wachstumsprognose für Deutschland fest. Für das laufende Jahr 2026 erwartet das Institut weiterhin einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,8 Prozent. Für 2027 senkte das IfW seine Prognose allerdings von 1,4 auf 1,0 Prozent. Beide Werte liegen nach Einschätzung des Instituts deutlich unter den Zuwächsen früherer Aufschwungsphasen.

IfW-Präsident Moritz Schularick verwies bei der Vorstellung der Sommerprognose auf den Iran-Krieg als dämpfenden Faktor. „Die Folgen des Iran-Kriegs dämpfen die Wirtschaftsleistung“, sagte Schularick. Zudem erweise sich der Anstieg der Rohstoffpreise als hartnäckiger als angenommen: „Der Anstieg der Rohstoffpreise erweist sich als persistenter, was die wirtschaftliche Dynamik bis in das kommende Jahr hinein belasten wird.“ Die Finanzpolitik liefere zwar expansive Impulse, diese könnten die außenwirtschaftlichen Belastungen jedoch nicht vollständig ausgleichen.