Die Europäische Zentralbank (EZB) hat 36 Zahlungsdienstleister aus dem gesamten Euroraum ausgewählt, die sich an dem Pilotprojekt für den digitalen Euro beteiligen sollen.

Im Anschluss an einen Aufruf zur Interessenbekundung im März 2026 gingen beim Eurosystem mehr als 50 Bewerbungen von Zahlungsdienstleistern ein. Aus diesem Pool wählte die EZB nun 36 Teilnehmer aus. Die Auswahl orientierte sich an vorab festgelegten Eignungskriterien. Unter den ausgewählten Anbietern befinden sich sowohl Banken als auch Nicht-Banken, die ein breites Spektrum an Geschäftsmodellen, Größen und geografischer Abdeckung abdecken.

Die 36 Dienstleister werden im Pilotprojekt eine von zwei Rollen übernehmen oder beide miteinander kombinieren. Verteilende Zahlungsdienstleister ermöglichen es Mitarbeitern des Eurosystems, ein digitales Euro-Konto in der Beta-Version einzurichten und damit zu bezahlen. Akquirierende Zahlungsdienstleister wiederum stellen ausgewählten Händlern die Annahme digitaler Euro-Zahlungen zur Verfügung. Einige Anbieter spielen im Pilotprojekt eine Doppelrolle und sind sowohl akquirierend als auch verteilend tätig.

Rollen und Aufgaben der Teilnehmer

Der Pilot findet an der EZB selbst sowie an 19 nationalen Zentralbanken der Euro-Länder statt. Diese sind: Belgien, Deutschland, Estland, Irland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Kroatien, Italien, Zypern, Lettland, Litauen, Luxemburg, die Niederlande, Österreich, Portugal, Slowenien, die Slowakei und Finnland. Ausgewählte Zahlungsdienstleister können ihre Pilotdienste dabei auch in anderen Ländern anbieten als in dem, in dem sie ansässig sind.