Eine unabhängige Expertenkommission hat am Montagvormittag im Roten Rathaus ihren Bericht zu dem mutmaßlich linksextremistischen Anschlag auf das Berliner Stromnetz im Januar 2026 vorgelegt und 150 Einzelmaßnahmen zur Stärkung der Krisenfestigkeit empfohlen.

Ausmaß des Stromausfalls

Bei dem Vorfall, der den größten Stromausfall in Berlin seit dem Zweiten Weltkrieg darstellt, waren nach Angaben der Kommission zeitweise bis zu 100.000 Menschen betroffen. Viele von ihnen mussten tagelang ohne Strom und Heizung auskommen, obwohl draußen Dauerfrost herrschte. Rund 45.000 Haushalte und 2.200 Gewerbebetriebe waren ohne Versorgung.

Die Kommission beschreibt die Ereignisse zu Jahresbeginn klar als Terror. Das, was Teile des Berliner Südwestens in den ersten Tagen des noch jungen Jahres erleben mussten, das war Terror. Zugleich betont das Gremium: Der Terroranschlag auf das Stromnetz im Januar 2026 war ein Signal für Berlin und andere Städte. Die Bewältigung der Lage habe Berlin an die Belastungsgrenze geführt.