Eine Serie von Anschlägen auf Umspannwerke und Kabelbrücken in Deutschland hält Polizei und Sicherheitsbehörden seit Monaten in Atem; die Ermittlungen gegen die mutmaßlich linksextremistischen Vulkangruppen verlaufen bislang im Verborgenen.
Den Tätern wird ein Name zugeschrieben, der wie ein Drohszenario klingt: "Vulkangruppe – Den Herrschenden den Saft abdrehen". Kurz nach dem Anschlag in Berlin-Lichterfelde bekannte sich die Gruppierung zu der Tat. Nach Angaben des Bundeskriminalamts (BKA) gehen bislang 13 Anschläge auf das Konto solcher Vulkangruppen, die seit 15 Jahren aktiv sind. Die ersten dokumentierten Taten unter dem Namen "Das Grollen des Eyjafjallajökull" richteten sich im Mai 2011 gegen das Berliner Schienennetz.
Im Zentrum der jüngsten Ermittlungen steht der Angriff Anfang Januar dieses Jahres auf eine Kabelbrücke vor dem Gaskraftwerk Lichterfelde. Rund 45.000 Berliner Haushalte waren stundenlang ohne Strom, bei Temperaturen von bis zu minus zehn Grad kam es nach Angaben des THW zu lebensbedrohlichen Situationen. Philipp Mattner vom Technischen Hilfswerk Berlin Steglitz-Zehlendorf schilderte die Lage: "Besonders in Pflegeeinrichtungen waren einige Personen ja auch auf bestimmte Maschinen, lebenserhaltende Maßnahmen angewiesen. Das war dann schon an manchen Stellen kritisch."
