Brüssel, 20 Juli 2026

Die EU-Kommission hat am Montag ein Bußgeld von 550 Millionen Euro (rund 630 Millionen US-Dollar) gegen den chinesischen Online-Marktplatz AliExpress verhängt, weil dieser den Verkauf illegaler Produkte wie gefälschter Kleidung, unsicherer Spielzeuge und gefährlicher Kosmetik nicht ausreichend unterbindet.

Es ist erst das dritte Bußgeld unter dem DSA: Nach den Sanktionen gegen die Online-Plattform X (vormals Twitter) und gegen den chinesischen Konkurrenten Temu ist AliExpress nun das dritte Unternehmen, das unter dem seit Februar 2024 geltenden Digital Services Act (DSA) mit einer Geldbuße belegt wird. Mit 550 Millionen Euro fällt diese Strafe deutlich höher aus als die vorangegangenen Bußgelder und ist die bislang höchste unter dem neuen EU-Regelwerk. Das Verfahren läuft unter dem Gesetz über digitale Dienste (DSA), das seit Februar 2024 gilt.

Drittes DSA-Bußgeld und neuer Rekordwert

Die EU-Kommission wirft AliExpress vor, die Verbraucher in Europa nicht ausreichend vor illegalen und potenziell gefährlichen Produkten geschützt zu haben. Gefälschte Markenkleidung, unsicheres Spielzeug und gefährliche Kosmetika: Wegen des Verkaufs illegaler Produkte hat die EU-Kommission eine Strafe in Höhe von 550 Millionen Euro gegen die chinesische Online-Handelsplattform Aliexpress verhängt.

Bereits am 14. März 2024 leitete die EU-Kommission ein förmliches Verfahren gegen die Plattform ein. Die Untersuchungen hätten ergeben, dass AliExpress seine Verpflichtungen nicht erfüllt habe. Im Kern steht der Vorwurf, dass das Unternehmen nicht genügend Personal eingesetzt habe, um problematische Angebote tatsächlich zu prüfen, und sich stattdessen zu sehr auf nicht ausreichend leistungsfähige automatisierte Erkennungssysteme verlassen habe. Laut EU-Kommission habe AliExpress es versäumt, „wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um das Risiko der Verbreitung verbotener Produkte zu verringern“.