Die EU-Kommission hat der chinesischen Videoplattform TikTok am Freitag in Brüssel unzureichenden Schutz ihrer minderjährigen Nutzer vorgeworfen und weitere vorläufige Ergebnisse einer seit Februar 2024 laufenden Untersuchung vorgelegt.

Hintergrund: Die Vorwürfe im Detail

Nach Ansicht der EU-Kommission gefährdet TikTok Kinder und Jugendliche durch unzureichende Schutzstandards. Bei dem Statement handelt es sich um vorläufige Ergebnisse einer im Februar 2024 begonnenen Untersuchung unter dem EU-Gesetz über digitale Dienste (DSA). Die Behörde erklärte am Freitag, die Konto-Einstellungen für Minderjährige setzten diese weiterhin Risiken wie "unerwünschte Kontaktaufnahmen, Cybermobbing oder ausbeuterisches Verhalten" aus.

TikTok wird vom chinesischen Unternehmen Bytedance betrieben. Mit mehr als 200 Millionen Nutzern in Europa ist TikTok eine der beliebtesten Plattformen und besonders bei Kindern und Jugendlichen verbreitet. Nach Unternehmensangaben verzeichnete TikTok Ende 2025 rund 178 Millionen aktive Nutzer innerhalb der Europäischen Union.