Die EU-Kommission hat am Samstag in Brüssel die Empfehlungen eines unabhängigen Expertengremiums zum Mindestalter für die Nutzung sozialer Medien vorgestellt und einen europaweiten Gesetzentwurf für 2026 angekündigt.
Die EU-Kommission hat am Samstag die Ergebnisse einer Expertengruppe zum Schutz von Kindern und Jugendlichen in sozialen Medien vorgelegt. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte, die Empfehlungen bildeten die Grundlage für einen europäischen Rechtsakt, der noch in diesem Jahr auf den Weg gebracht werden solle. Ziel sei es, den Umgang Minderjähriger mit den Plattformen einheitlich zu regeln und damit bestehende nationale Alleingänge zu überwinden.
Hintergrund: Debatte über Altersgrenzen
Kern der Empfehlungen ist die Einführung eines europaweit geltenden Mindestalters für die Nutzung großer sozialer Netzwerke. Das Gremium schlägt demnach unter anderem gestufte Sicherheitsmodi für Jugendliche unter 18 Jahren vor, die den Zugriff altersabhängig einschränken sollen. Zudem empfehlen die Experten verbindliche Identitätsnachweise, um das Alter der Nutzerinnen und Nutzer verlässlich feststellen zu können.
