Brüssel, 23 Juni 2026

Beim EU-Gipfel in Brüssel hat EU-Ratspräsident António Costa mit nicht abgestimmten Kontakten nach Moskau für erheblichen Unmut unter den Staats- und Regierungschefs gesorgt, während die 27 Mitgliedstaaten erstmals ihre Wirtschaftssanktionen gegen Russland um zwölf Monate verlängerten.

Costas Kontakte nach Moskau

Die Kontroverse um die Russland-Initiative von EU-Ratspräsident António Costa hat den EU-Gipfel in Brüssel überschattet. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtete, hatte Costas Büro zuvor bestätigt, dass es kurze Kontakte nach Russland gegeben habe, um diplomatische Kanäle zu öffnen – ohne substanziellen Austausch und ohne Verhandlungen. Nach Informationen der dpa handelte es sich um zwei Telefonate, die Costas Kabinettschef Pedro Lourtie geführt hatte. Die Initiative war bereits vor dem Gipfel durch einen Bericht von Politico öffentlich geworden.