Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat am Mittwoch in Brüssel eindringlich vor öffentlichen Diskussionen über Zugeständnisse an Russland gewarnt und sprach von einer „Falle, in die Russland uns locken will“.
Kallas richtete ihre Warnung an Befürworterinnen und Befürworter von Verhandlungen mit Moskau. Sie betonte, dass Russlands Ansatz bislang stets „maximalistische Forderungen“ vertreten habe. „Das sei natürlich ein maximalistischer Ansatz“, sagte Kallas – aber auch Russlands Ansatz habe bislang „maximalistische Forderungen vertreten“.
Die estnische Politikerin machte deutlich, dass es für Europa nicht darum gehe, einen „Mr. Russia“ zu finden, sondern die Mittel zu haben, um mit Moskau aus einer Position der Stärke zu verhandeln. Der frühere deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder, der 82-Jährige, gilt wegen seiner Nähe zum Kremlchef Wladimir Putin als nicht vermittelbar.
Maximalistische Forderungen aus Moskau
Konkret ging Kallas auf die Bedingungen für ein mögliches Abkommen ein. Eine Begrenzung der ukrainischen Streitkräfte, wie sie einst ein von den USA präsentierter 20-Punkte-Plan vorsah, sei nur dann hinnehmbar, wenn Russland seine militärische Stärke im gleichen Umfang reduziere.
